Aktien 60% / Gold 40% ?

Anfang Oktober 2020 – über viele Jahrzehnte galt eine Aufteilung des liquiden Vermögens (asset allocation) auf 60% Aktien und 40% Staatsanleihen als optimal. Mit den Aktien partizipierte man langfristig an der Wertschöpfung der Wirtschaft, Anleihen boten Sicherheit durch den festen Rückzahlungskurs und die begrenzte Laufzeit sowie eine gute Verzinsung.

Value-Apostel

Anfang August 2020 – es ist so weit. Am 31. Juli titelte die FAZ auf ihrer ersten Seite „Deutsche Wirtschaft stürzt in tiefe Rezession“. Darauf habe ich gewartet. Denn bis die Konjunkturindikatoren erfasst, geglättet und veröffentlicht sind, so dass eine Rezession statistisch erfasst wird, ist das Schlimmste erfahrungsgemäß schon vorbei. Gleichzeitig werden in diesen Tagen die Unternehmensergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht, die teilweise schwere Gewinneinbrüche signalisieren.

Tesla oder BMW?

Anfang Juli 2020 – Eine meiner zentralen Erwartungen hat sich bisher nicht erfüllt. Während „Wachstumswerte“ wie Amazon oder Tesla gnadenlos weiter nach oben getrieben werden („weil solchen Unternehmen ja bekanntlich die Zukunft gehört“), werden traditionelle Industrieaktien weiter als Kellerkinder der Börse gehandelt.

Antizyklisch Zykliker kaufen!

Ende Mai 2020 – In den vielen Vorträgen, die ich im Laufe der Jahre zu Börsenthemen gehalten habe, wurde ich immer wieder gefragt, wann denn der ideale Zeitpunkt zum Einstieg in Aktien ist. Meine Antwort: Mitten in einer Rezession, wenn die Zeitungen voll sind mit schlechten Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten, die Gewinne einbrechen, Dividenden gekürzt werden, die Anleger entsprechend negativ gestimmt sind …

Zweite Chance

April 2020 – Die Angstindikatoren haben sich wieder einmal als sehr treffsicher erwiesen. So erreichte der VDAX am 16. März mit 86,01 Punkten einen Extremwert wie zuletzt 2008 nach der Lehman-Pleite. Ein sicheres Zeichen für Panik. Und wieder markierte der DAX just am selben Tag mit 8255 Punkten (intraday) sein bisheriges Verlaufstief. Ähnlich lief es in den USA, wo der Volatilitätsindikator VIX am 18. März mit 85,5 seinen Höchstwert erreichte …

Die Letzten werden die Ersten sein!

Februar 2020 – Das letzte Jahrzehnt war an den Aktienmärkten vor allem durch zwei bemerkenswerte Entwicklungen geprägt: die weit überdurchschnittlichen Wertsteigerungen von US-Aktien gegenüber dem Rest der Welt und die enormen Kursgewinne von hoch bewerteten Wachstums- und Qualitätsaktien gegenüber niedrig bewerteten Value-Titeln. Beides versucht man eifrig rational zu begründen, doch sind diese Argumente wirklich stichhaltig?

Na endlich – Comeback der Value-Aktien!

November 2019 – Nach mehreren frustrierenden Fehlstarts in den letzten Jahren scheinen Value-Aktien jetzt ein solides Comeback zu erleben. Dafür gibt es gute Gründe. Seit Ende 2009 stahlen Wachstumswerte (Growth), Qualitätsaktien (Quality) und schwankungsarme Titel (Low Volatility) soliden Substanzwerten (Value) permanent die Show durch eine fast durchgängige Outperformance. Inzwischen sind diese Papiere im Vergleich aber … Read more

Antizyklisch investieren bringt Erfolg

Mai 2019 – Die meisten Anleger investieren erst, wenn sich Konjunktur und Unternehmensgewinne erholen. Nur sind sie so meist zu spät. Eine Checkliste für den richtigen Einstiegszeitpunkt. Die meisten Anleger investieren erst, wenn die Märkte sich in einem intakten und gesicherten Aufwärtstrend befinden. Die Wirtschaft muss brummen, und die Aussichten auf steigende Unternehmensgewinne und höhere … Read more

Börsenprognosen sind Unsinn

April 2019 – Kursziele bringen wenig, weil die künftige Entwicklung von Faktoren getrieben wird, die heute noch gar nicht bekannt sind. Dennoch handeln viele Anleger prognosebasiert. Kursziele bringen wenig, weil die künftige Entwicklung von Faktoren getrieben wird, die heute noch gar nicht bekannt sind. Dennoch handeln viele Anleger prognosebasiert. Damit werden erneut zahlreiche Untersuchungen bestätigt, … Read more