Wo es an den Börsen noch Chancen gibt
Juni 2026 – Viele Aktienindices haben neue historische Höchststände erklommen, andere stehen kurz davor. Doch am Börsenhimmel brauen sich – von vielen unbemerkt – dunkle Wolken zusammen:
DER BLICK AUF DIE MÄRKTE AUS SICHT EINES ANTIZYKLIKERS
Juni 2026 – Viele Aktienindices haben neue historische Höchststände erklommen, andere stehen kurz davor. Doch am Börsenhimmel brauen sich – von vielen unbemerkt – dunkle Wolken zusammen:
Anfang Mai 2026 – Wenn man sich die aktuelle Börsenlage so betrachtet, fallen einem vor allem zwei Dinge auf. Erstens haben viele Aktienindizes historische Höchststände erreicht, obwohl die wirtschaftliche Lage alles andere als berauschend ist (extrem niedriges Konsumentenvertrauen, zahlreiche militärische und politische Krisen und Irrfahrten). Nicht nur die Aktienkurse sind gestiegen, sondern auch deren Bewertung.
April 2026 – In den letzten Tagen wurden alle Asset-Klassen gnadenlos abverkauft. Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Bitcoin – alle erlitten kräftige Verluste. Es gab keine sicheren Häfen. Ein Zeichen dafür, dass viele Anleger zum Verkauf gezwungen wurden, um den aktuellen Liquiditätsbedarf zu decken. Nur mit liquiden Mitteln konnte man diese Verluste vermeiden, da es einzig bei Währungen keine größeren Verwerfungen gab.
Anfang Dezember 2025 – Vorweg eine kleine Anekdote. Es ist lange her, als ich das Mandat für das Management eines Aktienfonds verlor, weil sich der Initiator mit der Luxemburger Depotbank überworfen hatte. Jahre später staunte ich nicht schlecht. Der Fonds zierte die vorderen Plätze der Performance-Vergleiche. Als ich den Initiator das nächste Mal traf, gratulierte ich ihm zu meinem Nachfolger. Es gibt keinen, teilte er mir mit.
November 2025 – Unsere Politik beschäftigt sich mit elementaren Fragen: Darf das Veggie-Würstchen sich künftig noch Würstchen nennen? Und warum Plastikstrohhalme durch Papierstrohhalme ersetzt werden müssen. Doch existenzielle Probleme werden nicht adressiert.
Anfang Oktober 2025 – Es gibt viele Wege zum Börsenerfolg. Jeder sollte die Methode wählen, mit der er mental am besten zurechtkommt und diese dann auch diszipliniert verfolgen. Wir haben in den letzten 50 Jahren mit der antizyklischen 3U-Strategie gute Erfahrungen gemacht:
September 2025 – Seit Jahren raten wir von Engagements in Staatsanleihen mit langer Laufzeit ab und empfehlen stattdessen Sachwerte, insbesondere Aktien und Edelmetalle. Die staatlichen Schuldenexzesse, teilweise auch als Sondervermögen getarnt, nehmen immer krassere Formen an. Doch Anleihen gehören immer noch zu den beliebtesten Anlageklassen.
Anfang März 2025 – Kaum sind die Wahlen vorbei, werden alle Versprechungen über den Haufen geworfen. Trotz Steuereinnahmen in Höhe von fast 1000 Milliarden Euro pro Jahr plant man die Auflage gigantischer Sondervermögen für Infrastruktur und Kriegstüchtigkeit. Von der vollmundigen Ankündigung einer Politikwende durch Kanzlerkandidat Merz ist so gut wie nichts übriggeblieben.
Februar 2025 – Wer sich bereits Jahrzehnte mit den Hochs und Tiefs an den Börsen herumschlägt und als Antizykliker operiert, bei dem haben sich einige grundsätzliche Regeln eingebrannt: Aktien kauft man am besten, wenn sie keiner haben will. Das ist oft in einer Rezession der Fall, wenn die Wirtschaft sich offensichtlich in der Krise befindet.
Anfang Dezember 2024 – Eines der hartnäckigsten Börsennarrative lautet, dass man gute Aktien kaufen muss. Bei Qualitätsaktien leuchten die Augen der meisten Anleger. Wobei man unter Qualität eine solide Bilanz, gute Gewinnentwicklung und positive Wachstumsaussichten versteht – oft gepaart mit einer langfristigen Aufwärtsbewegung der Aktienkurse und einer hohen Bewertung.