Wenn man nichts aus Fehlern lernt

Anfang April 2022 – in der Ukraine-Krise wurden von allen Seiten viele Fehler gemacht: Putin hat mit seinem Einmarsch in die Ukraine die Kampfkraft seiner Truppen überschätzt und unsägliches Leid über die Bevölkerung gebracht. Die Nato hat die klar formulierten roten Linien Russlands ignoriert und den Verzicht auf eine weitere Nato-Osterweiterung empört zurückgewiesen.

Das große Loch

Anfang Oktober 2021 – Es gibt in unserem Land hervorragende Wirtschaftsexperten mit der entsprechenden Weitsicht. Exemplarisch genannt seien hier nur Prof. Hans-Werner Sinn („Wir machen nur unsere Industrien kaputt“) und Prof. Wolfgang Reitzle. Es ist nachgerade unverständlich, warum ihre Ratschläge und Warnungen von den Verantwortlichen so komplett ignoriert werden.

Comeback der Inflation

August 2021 – Kaum ein Thema wird derzeit so kontrovers diskutiert wie die weitere Entwicklung der Inflationsraten. Denn im Juni stieg der amerikanische Consumer Price Index um 5,4% gegenüber dem Vorjahr und der deutsche Konsumentenpreisindex kletterte um 3,8% nach oben. Solche Teuerungsraten haben wir lange nicht mehr gesehen.

Schade, schade, sprach die Made!

Juli 2021 – Leider hat Europa die Chance nicht genutzt, sich im Konflikt zwischen den USA und China als eigenständige und ausgleichende dritte Kraft zu positionieren. Stattdessen lässt man sich in einer Allianz gegen China vor den Karren der Amerikaner spannen – zur gemeinsamen Verteidigung „westlicher Werte“ wie es heißt.

Raupe Nimmersatt

Anfang Juni 2021 – Prognosen sind deshalb besonders schwierig, weil sie die Zukunft betreffen. Diese Binsenweisheit gilt umso mehr, wenn es um Vorhersagen zur Wirtschafts- und Börsenentwicklung geht. Trotzdem sollte man auf Entwicklungen aufmerksam machen …

Das asiatische Jahrzehnt

Anfang März 2021 – bisher gab es in jedem Jahrzehnt einen dominanten Megatrend an den Börsen, der meist in einer Blase endete. In den letzten 10 Jahren waren es die FAANG-Aktien (Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google). Zusammen mit Microsoft haben sie im S&P 500-Index inzwischen ein Gewicht von 23 %, während sich die anderen 495 Aktien den Rest teilen müssen.

Seuchen-Sozialismus II

Ende Oktober 2020 – Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Ende September hat der Norwegische Staatsfonds bekannt gegeben, dass er den Anteil europäischer Aktien in seinem Portefeuille weiter von 33% auf 26,5% verringern will. 2012 hatte er noch 50% betragen. Aufgestockt werden soll dafür Nordamerika von 41,6% auf 48%.

Konjunktur und Börse

Anfang September 2020 – Bereits 1977 wurde mir bei meiner Diplom-Arbeit zum Thema „Konjunktur und Börse“ klar, dass Konjunkturindikatoren nicht zur Börsenprognose taugen. Der Grund: Die Börse selbst ist der beste Frühindikator für die weitere Konjunkturentwicklung und nicht umgekehrt. Weshalb der Börsenverlauf folgerichtig auch in den amerikanischen „leading indicators“ enthalten ist.